3 – E.P. und strukturierte Programmierung

Echte Programmierer meiden Pascal (1-10,99,?,ende)?3

Einige Beobachtungen zum Thema “Echte Programmierer und Strukturierte Programmierung”

  • Echte Programmierer haben keine Angst vor GOTOs
    Echte Programmierer schreiben 5 Seiten lange DO-Schleifen, ohne durcheinander zu geraten.
  • Echte Programmierer lieben das arithmetische IF-Statement (das mit den drei Ausgängen, Anm. d. Ü.), weil es den Code interessanter macht.
  • Echte Programmierer schreiben selbstmodifizierende Programme, speziell wenn sie damit in einer kleinen Schleife 20 Nanosekunden einsparen können.
  • Echte Programmierer brauchen keine Kommentare, das Programm ist selbstdokumentierend.
  • Da FORTRAN strukturierte IF-, REPEAT…UNTIL- oder CASE-Anweisungen nicht kennt, braucht sich der Echte Programmierer nicht zu sorgen, daß er sie nicht benutzt. Außerdem kann man sie nötigenfalls über “assigned GOTOs” (Zuweisung einer Sprungmarke an eine Variable, Anm. d. Ü.) simulieren.

Auch Datenstrukturen waren in der letzten Zeit in der Diskussion.  Abstrakte Datentypen, Records, Pointer, Listen und Zeichenketten sind in gewissen Kreisen populär geworden. Wirth, der Müsli-Fresser, verfaßte sogar ein ganzes Buch (“Algorithmen und Datenstrukturen”, Teubner 1975), in dem er behauptete, daß man Programme schreiben könne, die auf Datenstrukturen aufbauen,  statt es umgekehrt zu machen.

Wie jeder echte Programmierer weiß, gibt es nur eine wirklich nützliche Datenstruktur, das Array. Zeichenketten, Listen, Records und Mengen sind allesamt Sonderfälle des Array und können auch so behandelt werden, ohne dadurch die Sprache zu verkomplizieren. Das Schlimmste an den ganzen schönen Datentypen ist außerdem, daß man sie deklarieren muß, während echte Programmiersprachen, wie man weiß, den Typ anhand des ersten Buchstabens eines maximal 6 Zeichen langen Bezeichners implizit festlegen.

4 – Welches Betriebssystem der E.P. benutzt…

by Seòrsa MacLately