cobol

Die COBOL Story

Es war einmal im Spätherbst des Jahres 1859.

Der Zobeljäger Boris Stepanowitsch zog durch die Hochwälder des Tannu-Gebirges, nahe der Grenze zur Mongolei. Abends am Lagerfeuer hörte er ein ungewöhnliches Geräusch im Wald. Später erklärte er gegenüber unserem Chronisten, daß er sich nicht mehr genau an die folgenden Geschehnisse erinnern könne.

Jedenfalls hatte er den Eindruck, daß ein Yeti auf die Lichtung trat, und ihm mit seiner ungeschlachten Pranke ein altes zerschlissenes und kaum entzifferbares Pergament überreichte. Zitternd vor Angst nahm Stepanowitsch das Pergament entgegen – jetzt würde bestimmt sein letztes Stündlein geschlagen haben. Aber der Yeti verschwand wieder, ohne ihm ein Haar zu krümmen.
Durch Tauschhandel gelangte das Dokument in die Hand des fahrenden Baders Willibald Gathmann (d.Ä.). Er konnte aber kein Russisch und entschlüsselte lediglich den Schriftzug ‘COBOLSK’.

Er verkaufte das für ihn wertlose Schriftstück für’n Appel und’n Ei anno 1911 zu Saarbrücken an den Korbmacher Johannes Beyer. Die Beyer’s wanderten im Jahre 1923 nach Amerika aus, um in Deutschland der Hungersnot zu entgehen und in Amerika ein neues Leben als Tellerwäscher zu beginnen.
Der junge Beyer erlag bald dem Pokerspiel und verpfändete das ihm wertlos erscheinende Pergament an einen gewissen John Hopper. Hopper’s Tochter Grace benutzte das Papier für ihre Hausaufgaben im ungeliebten Russischunterricht. Später erkannte sie den vermeintlichen Wert des Schriftstücks. Sie veröffentlichte 1955 ihre Entdeckung in einer Boulevard-Zeitung unter dem Titel ‘An Extraordinary Primitive Language – COBOL’.

Ein weltfremder EDV-Jonny am MIT in Boston verstand den Artikel falsch und erarbeitete ein Konzept für eine Computersprache namens ‘COBOL’. Und so plagen sich noch heute Programmierer mit einer Sprache herum, die eigentlich nur noch von Yetis in Tibet benutzt wird.